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Marianne Badertscher und Jonas Studer

«Mein Wald ist überall» – Eine Ausstellung im Zimmermannhaus Brugg
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Posted in: Ausstellungen
12. November 2020   -   13. Dezember 2020
Öffnungszeiten
Mi–Fr 14.30–18.00 Uhr
Sa, So 11.00–16.00 Uhr
Veranstaltungen:
  1. 25. November 2020 | 18:30

    Wortwechsel. Die Künstler*innen im Gespräch mit Karoliina Elmer, Kunsthistorikerin

  2. 15. November 2020 | 11–16

    Die Künstler*innen in der Ausstellung

  3. 02. Dezember 2020 | 14:30–18

    Die Künstler*innen in der Ausstellung

  4. 11. November 2020 | 17–21

    Eröffnung mit den Künstler*innen

  5. 13. Dezember 2020 | 14–16

    Finissage mit den Künstler*innen

Veranstaltungsort
Zimmermannhaus Brugg – Kunst & Musik
Vorstadt 19
5200 Brugg
T 056 441 96 01
info_at_zimmermannhaus.ch
https://zimmermannhaus.ch

«Mein Wald ist überall» heisst die Ausstellung von Marianne Badertscher (*1953) und Jonas Studer (*1981). Unabhängig voneinander beschäftigen sie sich mit Natur, mit Landschaft und mit den Spuren, die der Mensch in dieser hinterlässt. Ihre unterschiedliche bildnerische Sprache weist Verwandtschaften auf. Beide sind genaue Beobachter*innen, und beide lassen sich auf Verfahren ein, die den Zufall einschliessen und mit Überraschungen aufwarten.
Jonas Studers pflegt einen experimentellen Umgang vor allem mit analoger Fotografie. Er lässt beim Entwickeln vermeintliche Fehler zu: Indem der Künstler seine Negativ-Filme im Voraus analog bearbeitet, sind Momentaufnahmen von Unregelmässigkeiten und Verletzungen im Material überlagert. Das Bild von Wald, Wiese und Gestein entwickelt eine geheimnisvolle Schönheit. Fotografie streift ihren Bezug zum Hier und Jetzt ab. Sie scheint die Reststrahlung einer vergangenen, fast mystischen Zeit einzufangen und wird erfinderisch wie Malerei.
In der Malerei und im Tiefdruck erkundet Marianne Badertscher Landschaft als einen Farbraum. Die Künstlerin erfasst Landschaft in Skizzen, Aquarellen und Fotos, um sie sich dann malerisch anzueignen. Manchmal bleibt die ursprüngliche Topografie erkennbar, manchmal weichen kompositorische Entscheidungen vom Vorbild ab und bringen abstrakte Formen hervor. Jüngst hat sie Fotografien zur Grundlage genommen, die sie aus dem fahrenden Zug zwischen Chicago nach Minneapolis aufgenommen hat. Malen ist Erinnern, aber nicht nur: Badertschers Kunst gilt auch dem anhaltenden Versuch, ein unscharfes, vorbeiziehendes Motiv aufs Neue zu erfahren.

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