14. Februar   – 18. April 2020

Niemand hier, der spricht 

Jürg Halter, Sara Masüger, Ester Vonplon

Vernissage: Donnerstag, 13. Februar 2020, 18.30 h
Einführung: Cornelia Ackermann, Jeannette Polin, Kuratorinnen
Performance: Jürg Halter 

KünstlerInnenselbstgespräch
Donnerstag, 27. Februar 2020, 19 h

Rundgang mit Apéro
Freitag, 27. März 2020, 18.30 h

Finissage
Samstag, 18. April 2020, 15 – 17 h

Öffnungszeiten: Freitag 14 – 18 h, Samstag + Sonntag 14 – 17 h
Die Ausstellung bleibt vom 10. – 12. April 2020 (Ostern) geschlossen.

 

Niemand hier, der spricht

Der Schriftsteller und Grenzgänger Jürg Halter und die beiden Künstlerinnen Ester Vonplon und Sara Masüger gehören zu den eigenständigsten Schweizer Kulturschaffenden ihrer Generation. In der ersten gemeinsamen Ausstellung, „Niemand hier, der spricht“, die am 13. Februar 2020 im TRUDELHAUS eröffnet, schaffen die drei über drei Stockwerke hinweg einen gemeinsamen Raum, der vom Verschwinden und Erscheinen, von An- und Abwesenheit, von Sprache und Sprachlosigkeit erzählt.

Die Skulpturen von Sara Masüger, die zu Malerei gewordenen Fotografien von Ester Vonplon und die Gedichte, Sätze und Sprachbilder von Jürg Halter treten in ein transdisziplinäres Gespräch, das nicht zuletzt von der Auflösung festgeschriebener Identitäten kündet.

Eines der Hauptmotive in Vonplons Arbeit ist die Natur und wie in Halters literarischem Schaffen spielt die Abwesenheit eine zentrale Rolle, bei Masüger steht der in Fragmenten zu begreifende Körper im Zentrum. In der Schnittmenge dieser drei Felder inszeniert sich die Ausstellung „Niemand hier, der spricht“. Wer ist dieser Niemand? Eine Illusion? Ein Ich im Selbstauflösungsgespräch? Fotografie, Text und Skulptur erzählen von einem zu bestimmenden Sehnsuchtsort, einem Ort zwischen Bild, Poesie und Objekt, der im Kopf des Betrachters entstehen soll.

Halter hatte als Schriftsteller und Spoken-Word-Artist Auftritte an renommierten Literaturfestivals in Europa, den U.S.A., Südamerika, Russland, Afrika und Japan. Zahlreiche, viel beachtete Buch-und Musikalbum-Veröffentlichungen, Arbeiten fürs Theater, die u. a. in Bern, Basel, Zürich und Berlin zu sehen waren. Zuletzt sorgte er mit seinem Roman „Erwachen im 21. Jahrhundert“ für Aufsehen, der von Jean Ziegler und Elke Heidenreich als grosses Kunstwerk gelobt wurde.

Masüger zeigt ihre Arbeiten in Gruppen und Einzelausstellungen im In- und Ausland. Unter anderem im Kunstmuseum Chur, im FRAC Auvergne, Kunstmuseum St. Gallen,Nationalmuseum Stockholm. Sie erhielt Preise wie den Uriot Prize der Rijksakademie Amsterdam, Werkjahr des Kantons Zug, Cahier d`Artist und das Stipendium Villa Serpentara, der Akademie der Künste Berlin. Seit 2018 ist eine permanente Installation im Muzeum Susch (CH) zu sehen.

Vonplon hat sich in den letzten Jahren einen Namen mit Ausstellungen im In-und Ausland gemacht. Unter anderem waren ihre Werke im Bündner Kunstmuseum in Chur, Museum zu Allerheiligen in Schaffhausen, Kunsthaus Thun, FOAM Amsterdam, Dafan Art Museum Shenzhen, im Württembergischen Kunstverein in Stuttgart, CentroCentro in Madrid, The Quad in Derby und v. a. zu sehen. Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. u. a. 2017 mit dem Manor Kunstpreis, SAC Kunstpreis, Werk- und Förderbeiträge der Kantone Aargau und Graubünden.

Man darf also gespannt sein, was die drei Künstler in ihrer ersten gemeinsamen Ausstellung unter dem Titel „Niemand hier, der spricht“ schaffen werden. (PR)

Montage Halter Masüger Vonplon

Montage mit je einem Werk von Jürg Halter, Sara Masüger, Ester Vonplon

 

Ester Vonplon: o.T., Ruinaulta, 2015


Jürg Halter: Ausschnitt aus Wort-Installation «Alleine Mensch», 2017,
Jürg Halter © 


Sara Masüger: O.T., 2018