6. März – 12. April 2026
Gefüge
Renata Bünter
Federica Gärtner
Nora Schmidt
Vernissage
Donnerstag, 5. März 2026, 18.30 h
Begrüssung Cornelia Ackermann und Jeannette Polin, Kuratorinnen, 19 h
Rundgang
Sonntag, 22. März 2026, 14 h
mit Renata Bünter, Federica Gärtner, Nora Schmidt
Performance in-zwischen
Improvisation, Tanz-Performance, 15 h
Tanz: Anna Huber, Cello: Martin Schütz
Kuratorinnen-Führung
Mittwoch, 1. April 2026, 18.30 h
mit Cornelia Ackermann und Jeannette Polin
Finissage
Sonntag, 12. April 2026, 15 – 17 h
in Anwesenheit der Künstlerinnen
Öffnungszeiten: Freitag 14 – 17 h, Samstag + Sonntag 11 – 17 h
Die Ausstellung ist über die Ostertage geöffnet
Gefüge
Kunst im Trudelhaus eröffnet mit der Ausstellung «Gefüge» das Ausstellungsprogramm 2026. Die drei Künstlerinnen Renata Bünter (*1962, lebt und arbeitet in Bern), Federica Gärtner (*1949, lebt und arbeitet in Zürich) und Nora Schmidt (*1982, lebt und arbeitet in Zürich) machen den Auftakt. Ihren Arbeiten gemeinsam ist das Nachspüren von Raum, Körper und Transformation – ein vielschichtiges Spannungsfeld, das die einzelnen Positionen miteinander verbindet.
In der Ausstellung zeigt sich eine Vielfalt an Formen und Materialien: linsenförmig geschliffene Gipselemente, ein mehrteiliges Röhrensystem aus Keramik, eine neu vor Ort inszenierte Installation aus Holzstäben sowie grossformatige Zeichnungen und literarische Texte greifen ineinander.
Im Trudelhaus präsentiert Renata Bünter die raumfüllende Installation mit dem Titel „126 Stäbe“, bestehend aus rot bemalten Kanthölzern. Das Konzept der Arbeit besteht darin, die Stäbe vor jeder neuen Ausstellung an einer bestimmten Stelle zu brechen, um sie dann mit Gipsbinden wieder zu flicken und zu bemalen. So wird die Skulptur immer stärker, je mehr sie gebrochen wird.
Die Auseinandersetzung im und mit dem Raum hat für die Künstlerin erste Priorität. Sie wird ihre Arbeit mit den Stäben während zweier Tage neu ordnen und daraus eine raumgreifende Installation realisieren. Zusätzlich lässt sie in Textfragmenten die Besucherinnen und Besucher an ihren Gedanken und Beobachtungen teilhaben.
Die Arbeit von Nora Schmidt trägt den Titel «System (V1)». Sie besteht ebenfalls aus mehrteiligen Elementen, die vor Ort je nach Raumsituation auf den Boden gelegt oder an die Wand montiert werden. Es sind aus Keramik gefertigte Röhren, die sich beliebig zusammenfügen und fortsetzen lassen. Einzelne bleiben freigestellt und ohne Verbundstücke, was auf die Fragilität des Ganzen hinweist. Nora Schmidt interessiert das Fragmentarische, Übergänge und Uneindeutigkeiten.
Grossformatige Zeichnungen und installative Arbeiten gehören zum Repertoire der Künstlerin Federica Gärtner. Im Trudelhaus ist sie mit einer Serie von noch nie gezeigten Bleistiftzeichnungen vertreten sowie mit einer geometrisch angelegten Bodenarbeit aus identischen Gipsobjekten. In den Zeichnungen setzt sie sich mit architektonischen Konstruktionen auseinander. Fotografien von Gebäuden dienen ihr als Grundlage. Zeichnerisch reduziert sie die Strukturen auf ein Minimum, lässt Elemente weg und ergänzt sie durch gezielte Strichführung.

Renata Bünter, 126 Stäbe, 2026, Holzstäbe, Gipsbinden, Farbe

Federica Gärtner, Konstruktion, 2024, Bleistift auf Papier, 100 x 70 cm

Nora Schmidt, System (V1), 2025 (ongoing), unglasierte (dunkel gebrannte) Keramik

Nora Schmidt, System (V1), 2025 (ongoing), unglasierte (dunkel gebrannte) Keramik
