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>>Susanna Perin


Sous Sol

Eine Raum- und Videoinstallation von Susanna Perin im visarte.ausstellungsraum Goldenes Kalb

Die Installation von Susanna Perin setzt sich mit dem Thema Migration auseinander. Dabei überschneiden und ergänzen sich theoretische und biographische Aspekte. Referenzrahmen ist die Auseinandersetzung von Kunst- und Kulturschaffenden im deutschsprachigen Raum seit den 90er Jahren. Die Frage nach der Art und Weise der Repräsentation von MigrantInnen und Migration, sowie die Konstruktion des „Anderen“ ist dabei implizit. An mehreren Stationen und in entsprechenden räumlichen Settings werden in der Installation die Stränge des Themas aufgenommen.

In einer Arbeitsraumsituation werden Materialien ausgebreitet, welche die Künstlerin in den letzten Jahren meist in kollektiven Zusammenhängen zum Thema erarbeitet hat. Dazu gehören Publikationen, Broschüren, Videoproduktionen, Fotos, Maps etc. Ein Video- Statement geht auf das soziale imaginäre Europa ein, indem es auf die Gründungstexte der EU bezug nimmt. Der im Video gelesene Text behandelt die Frage, welche ideologischen Konsequenzen das ‚Postnationale’ auf Identität und Staatsbürgerschaft hat.

Ein Vorhang dient als Separé und ist zugleich verbindende Projektionsfläche: eine suburbane Umgebung, Landschaft im Wandel, welche in der eigenen Vorstellung nie für „das Heimische“ steht und es aber doch ist. Hinter dem Vorhang befindet sich eine weitere Station. Im Wohnraum ist ein Video zu sehen: in den Innenräumen eines Hauses breitet eine Stimme aus dem Off eine Geschichte aus. Die Stimme beschreibt die Figur des Vaters in der fordistischen Arbeitswelt aus der Perspektive von Migration. Die Narration entwickelt sich aus der Aneinanderreihung von scheinbar belanglosen Assoziationen. Erinnerungsfragmente aus dem familiären Lebensumfeld und das kollektive Gedächtnis führen in der Figur des Vaters ein enges Zusammenleben.

Dieselbe Art und Weise der Erzählung wird in der Fotowand im Wohnzimmer wieder aufgenommen. Die kommentierten Fotos suggerieren familiäre Episoden, meinen aber das kollektive Gedächtnis in der Migration. Auch hier dient die Beiläufigkeit und Belanglosigkeit dazu, eine andere Art der Darstellung von Migration zu versuchen und zugleich der Geschichtsschreibung zu (er) finden; die aus der Perspektive ihrer Akteure.


Die Ausstellung von Susanna Perin wird vom Aargauer Kuratorium unterstützt.

Der visarte.aargau Ausstellungsraum im Goldenen Kalb wird von der NAB Kulturstiftung unterstützt.


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