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Ruven Joas Stettler - Woody

25.04. - 24.05.2026
Posted in: Ausstellungen
25. April 2026   -   24. Mai 2026
Veranstaltungen:
  1. 24. April 2026 | 19.00

    Opening mit Andriy K. (UKR / Berlin : live) & k-tsvit (UKR / Zürich: DJ)

Veranstaltungsort
Kunstraum Aarau

KUNSTRAUM AARAU
Ochsengässli 7
CH-5000 Aarau
mail_at_kunstraumaarau.ch


http://www.kunstraumaarau.ch
Öffnungszeiten

Öffnungszeiten

SA 14–17 Uhr

 


Ruven Joas Stettler - Woody

25.04. - 24.05.2026

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Opening 

24.04. 19.00 - 02.00

Andriy K. (live / UKR / Berlin)

k-tsvit (DJ / URK / Zürich)

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In der Serie Woody gibt Ruven Joas Stettler die aktive Suche nach dem Bildmotiv auf und folgt stattdessen der Maserung als formgebender Instanz. Stettler nähert sich mit dieser Serie den mittelalterlichen Gemälden und Relieftafeln in Form von Triptychen an. Der Blick richtet sich auf das Material selbst und auf die Erzählungen seiner vegetativen Existenz.

 


Die Ergebnisse – etwa Landschaften oder abstrahierte Naturdarstellungen – verschwimmen zwischen der Wahrnehmung von Holz als organischem Material und der Illusion eines gemalten Bildes. Durch die Kombination von Lasieren und Beizen mit den spezifischen Eigenschaften des Holzes entsteht ein Bezug zur Tafelmalerei, ohne jedoch in eine rein kunsthistorische Referenz zu münden. Im Zentrum steht also nicht nur das Bild, sondern das Objekt. Das Werk ist ein Gegenstand mit Oberfläche, Volumen und entwickelt so ein Eigenleben. Es lässt sich schliessen, verstecken und berühren. Die manuelle Handhabung des Öffnens und Schliessens erzeugt eine zusätzliche nichtlineare Zeiterzählung.

 


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Ab 21.00 im Clubraum mit Café Äther:

Andriy K. (live / UKR / Berlin)

k-tsvit (DJ / UKR / Zürich)

 


Andriy K. erforscht die emotionalen und organischen Möglichkeiten elektronischer Klänge und öffnet weite Klanglandschaften, in denen konzentriertes Hören auf die Energie des Clubs trifft.

Dröhnende Gitarrenimprovisation und vielschichtig gewobene Soundscapes entfalten sich in seiner Live-Performance wie Reisen durch innere Räume; durch Gefühle, Stimmungen und mentale Horizonte.

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k-tsvit (tsvit – ukrainisch für „Blüte“) ist ein zarter Garten: DJ, Kulturmanagerin, Künstlerin und Forscherin zugleich. Geboren in Chmelnyzkyj in der Ukraine, hat Katya den kulturellen Code von Krakau, Berlin und seit den letzten vier Jahren auch Zürich mitgeprägt.

Zwischen unterschiedlichen Kontexten unterwegs, sucht sie auf ihrem Weg nach charakteristischen Spuren und Tiefe. Ihr Sound erwachst so zu einer Collage aus Gefühlen und Metaphern zu einem Rhizom aus stotternden und zugleich beruhigenden Elementen.

 


Ausstellung kuratiert von Eliane Bertschi / Musik von Café Äther: Levent Pinarci

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Anders als die Renaissance-Landschaft, die zur Kontemplation einlud, zeigt Stettler eine Natur, die ohne den Menschen auskommt und ihn lediglich als externen Betrachter registriert. Dass sich darin dennoch menschliche Spuren finden, widerspricht dieser Autonomie nicht: Sie erscheinen als zufällige Relikte in einer Umgebung, die nicht für den Menschen geschaffen wurde. Die Serie folgt der Idee, dass jeder Baum seinen Blick in der Maserung niederschreibt. Der Künstler fungiert dabei als Medium für die Perspektive des ursprünglichen Bewohners dieser Umgebung: des Baumes selbst. Die Werke sind somit ein Portal, das versucht, einen fremden Blick offenzulegen.

 

 

 

Die künstlerische Praxis von Ruven Joas Stettler vollzieht sich in einem offenen, hybriden Raum, der die Grenzen zwischen Malerei, Textil und digitalen Medien bewusst auflöst. Sein Werk durchläuft zyklische Phasen der Annäherung und des Medienwechsels, wobei diese Übergänge als produktive Brüche verstanden werden, die neue Bedeutungsstränge eröffnen. Die Ausbildung an der Zürcher Hochschule der Künste (ZHdK) und der ASFA in Athen prägte ihn in einer Haltung, die Kollaboration als essenziellen Bestandteil des Schaffensprozesses versteht. In solchen Settings – etwa in der gemeinsamen Malpraxis mit Floyd Grimm – wird die Autorschaft dezentralisiert, und die Kunst wird als dialogisches Ereignis erfahrbar gemacht. 

 

Die Entwicklung seines Œuvres lässt sich als eine konsequente Hinwendung zur Materialität nachvollziehen: Von den naiv anmutenden Anfängen hin zu einer Auseinandersetzung mit textilen Strukturen und konzeptuellen Fragestellungen. In seiner gegenwärtigen Praxis vollzieht sich nun eine Wende: Der Werkstoff Holz wird zum Träger einer spielerischen, interaktiven Formsprache. Diese Werke markieren einen entscheidenden Bruch mit der bisherigen Produktion und etablieren eine neue Ästhetik, die zwischen Spiel, Materialität und konzeptueller Tiefe oszilliert. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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