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Heiko Blankenstein, Catrin Lüthi K, Sabine Trüb
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Posted in: Ausstellungen
28. August 2026   -   25. Oktober 2026
Veranstaltungen:
  1. 27. August 2026 | 18:30

    Vernissage

  2. 27. September 2026 | 15:00

    Werkgespräch mit den Kunstschaffenden und Kuratoren

  3. 18. Oktober 2026 | 15:00

    Führung mit den Kunstschaffenden und Reto Senn: Bassklarinette / Improvisation

  4. 25. Oktober 2026 | 15:00 - 17:00

    Finissage in Anwesenheit der Kunstschaffenden

Veranstaltungsort
Kunst im TRUDELHAUS

Obere Halde 36, 5400 Baden


http://www.trudelhaus-baden.ch/
Öffnungszeiten

Fr 14-17; Sa/So 11-17

Die kommende Ausstellung im Trudelhaus Baden zeigt drei zeitgenössische Positionen, die alle mit flüchtigen oder ephemeren Prozessen zu tun haben.
 
Heiko Blankenstein kombiniert auf eigenwillige Weise in seiner Serie «green things» grossformatige Kohlenzeichnungen mit ausufernden dreidimensionalen Schaumstoffgebilden, die zuckerbäckerartig seine Schwarzweissarbeiten umschlingen. Die Kohlezeichnungen wirken sehr räumlich, sie erinnern bisweilen an biologische Prozesse oder organische Strukturen. Höhlenartige Öffnungen stehen neben pilzartigen Gebilden, vernebelten Stellen kontrastieren sich mit pelzartigen Stellen. Die Gebilde ausserhalb erinnern in ihrer Farbigkeit an Pistazieneis oder wirken wie beinahe wie grüne Zahnpasta. Sie nehmen formal Stellen des Inneren auf, führen manchmal den Raum weiter oder umgarnen wie barocke Stuckaturen die Zeichnung.
Im Mittelgeschoss treffen Blankensteins Zeichnungen auf malerische Arbeiten von Sabine Trüb und fragile Skulpturen von Catrin Lüthi K.
Bei Sabine Trüb verdichten sich unzählige Schichten von feiner Zeichnung, Tuschemalerei und Pinselbewegungen zu grossen Flächen. Sabine Trüb lässt sich bei ihrer Arbeit von zufälligen Prozessen leiten, das Unperfekte bleibt bei ihr stehen und bildet einen Teil des Ganzen. So kann sich das Papier durch die feuchte Farbe wölben oder die flüssige Farbe auf der Bildfläche ein Eigenleben zeigen. Architektonische Elemente in Kombination mit malerischen Bewegungen lassen den Prozess der Künstlerin auch im Nachherein miterleben, wie sie sich langsam vom leeren Papier zur starken Verdichtung hingearbeitet hat. Sabine Trüb hat ein sicheres Gespür für die Entwicklung von Bildern und hört dann auf, wenn sich Prozess und Komposition in spannungsvollem Gleichgewicht halten.
Catrin Lüthi K bringt das Flüchtige in drei Skulpturen ein. Ein Betonsockel mit Hohlräumen dient einem schräggekippten grünlich bemalten Leistengestell als Anker. Die schwere Lattenkonstruktion scheint im nächsten Moment kippen zu können. Teilweise nur mit Gipsplatten und Spachtel befestigt, wirkt das Gestell fragil und in der Schwebe. Catrin Lüthi K spielt in ihren Arbeiten bewusst mit Zerbrechlichkeit und Vergänglichkeit. In ihrer Grundhaltung ist sie nahe an Heraklit, dem grossen Philosophen der griechischen Antike. Auch er hatte schon die These, dass nichts in der Welt und im Kosmos stabil sei.
Zwei «Blüten» stehen und liegen im Raum. Eine farbig bemalte Folie aufgesteckt auf seltsamen Wurzelstecken nehmen gerade wieder diese Vergänglichkeit auf.
Im untersten Raum haben Sabine Trüb und Catrin Lüthi K eine riesige, begehbare Installation geschaffen. Für einmal löst sich die dominante Treppenlandschaft des Trudelhauses auf und scheint flüssig geworden zu sein. «Panta Rhei», «alles fliesst», – Heraklits Weltbild scheint sich hier zu bewahrheiten.

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